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90 Jahre Ford Deutschland: Eine Erfolgsgeschichte aus Köln

Der amerikanische Autobauer Ford feierte im Mai 90 Jahre Ford Werke Köln. Mit bis heute knapp 18 Millionen in Köln produzierten Modellen hat der US-Konzern eine Erfolgsgeschichte am Rhein geschrieben. Und obwohl es aktuell zahlreiche Herausforderung gibt, ist der Blick in die Zukunft optimistisch: Dem Standort stehen die größte Investition und Veränderung seit seiner Gründung bevor. Denn mit dem Ford Cologne Electrification Center soll die E-Mobilität in den Mittelpunkt rücken.

Lesedauer: 2:30 Minuten

Bei Autos „Made in Germany“ denkt man schnell an Namen wie Mercedes Benz, BMW, Audi, Opel oder Volkswagen. Dabei wurden im Kölner Stadtteil Niehl seit 1931 knapp 18 Millionen Fahrzeuge aus 19 unterschiedlichen Baureihen vom Band gelassen. Die Rede ist von der Kölner Ford-Werken GmbH.

Im Mai 2021 feierten die Fordwerke in der Rheinmetropole 90-jähriges Jubiläum. Zwischenzeitlich war Ford der drittgrößte US-amerikanische Arbeitgeber in Deutschland und ist auch heute noch mit mehr als 15.000 Mitarbeiter*innen der größte private Arbeitgeber Kölns. Gestartet hatte das Ganze mit rund 619 Angestellten, einer Tageskapazität von 60 Fahrzeugen sowie einer Fabrikfläche von 33.000 Quadratmetern. Heute können bis zu 1.000 Einheiten täglich vom Band laufen und allein die Fläche der Endmontage in der Halle Y umfasst rund 137.000 Quadratmeter.

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Konrad Adenauer setzt sich für Köln durch

Bereits sechs Jahre vor der Niederlassung in Köln wurde das legendäre T-Modell mit dem Spitznamen „Tin Lizzie“ aus importierten und vorgefertigten Teilen am Berliner Westhafen zusammengesetzt. Für Henry Ford war dies nur eine Zwischenlösung; ein Produktionsstandort in Deutschland musste her. Konrad Adenauer, damaliger Oberbürgermeister der Domstadt, setzte sich mit viel Einsatz für seine Stadt ein. Mit Erfolg: Am 02. Oktober 1930 setzte er gemeinsam mit Henry Ford den Grundstein für die Kölner Ford-Werke. Es dauerte von da an lediglich sieben Monate, bis das erste Modell vom Band lief.

Dieser erste in Köln gefertigte Ford war der Lastwagen Modell AA. Parallel zu ihm wurde der Pkw Modell A hergestellt. Dieser kostete damals von 385 $ für einen Roadster bis zu 570 $ für den luxuriösen Viertürer „Town Car“.

 Ford Modell AA Lastwagen türkis

Bild: Der Modell AA Lastwagen gehörte zu den ersten in Köln gefertigten Fahrzeugen von Ford

Im Laufe der Jahrzehnte wurden in den Kölner Werken diverse Klassiker wie der Ford Taunus, der Ford Granada oder der Ford Capri hergestellt. Am längsten und am meisten wurde jedoch der Kleinwagen Ford Fiesta produziert. Dieser wird in seinen unterschiedlichen Ausführungen seit 1979 ununterbrochen am Kölner Standort hergestellt. Der mittlerweile in achter Generation stehende Wagen wurde über neun Millionen Mal gefertigt

 Ford Fiesta Titanium silber, geparkt

Bild: Mit über neun Millionen verkauften Einheiten, ist der Ford Fieste ein Dauererfolg und ist aktuell in der achten Generation

 

Gedämpfte Stimmung: Corona & Lieferengpässe 

Ausgewachsene Feierlichkeiten oder gar eine große Zielfahrt durch Europa, wie sie von dem Autobauer 1931 mit rund 40.000 Markenfans und beinahe 11.000 Ford-Modellen organisiert wurde, konnte 2021 nicht stattfinden. Corona-bedingt wurde von einer Massenveranstaltung abgesehen, auch wenn gut 50 Ford-Enthusiasten mit ihren 38 Oldtimern (darunter ein Modell A des Jahrgangs 1931 aus Kölner Produktion) über 35 Kilometer alle Kölner Standorte in einer Jubiläumsfahrt ansteuerten.

Tatsächlich hat der Konzern zurzeit andere Sorgen. Bis zum 16. August stehen die Bänder fast durchgehend still, rund 5.000 Mitarbeiter*innen mussten in Kurzarbeit. Der Grund sind fehlende Halbleiterchips (wir berichteten). 

 

Größte Investition der Werksgeschichte: Ford Cologne Electrification Center 

Trotz der schwierigen Lage werfen große Dinge bereits ihren Schatten voraus, die Kölns zentrale Bedeutung für Ford Europa auch für die kommenden Jahrzehnte zementieren dürften. Mit rund einer Milliarde US-Dollar steht dem Standort am Rhein die größte Investition in seiner 90-jährigen Werksgeschichte bevor. Damit soll er zum Ford Cologne Electrification Center umgebaut werden. Hier soll schon 2023 das erste rein elektrische Volumenmodell des Autobauers vom Band laufen. Darüber hinaus sollen Ingenieure des Autobauers dieses und auch kommende E-Modelle im Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich designen, entwickeln und testen.

Ford Köln, Entwicklungszentrum Köln Merkenich

Bild: Das Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich soll die künftigen E-Modelle für das Ford Cologne Electrification Center entwickeln

„Nun führen wir den Standort mit dem Ford Cologne Electrification Center in eine elektrifizierte Zukunft und bieten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine vielversprechende Perspektive“, kommentierte Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH. „Das Herz von Ford Europa schlägt auch künftig in Köln.“ 

Wer etwas tiefer in der Geschichte der Kölner Fordwerke wühlen möchte, findet HIER zahlreiche Chroniken, Fotos und Videos.  

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