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Corona-Auswirkungen: Nachfrage nach Auto-Abos steigt weltweit an

Lesezeit: 3:30 Minuten

 

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie vor über einem Jahr zeigte sich, dass die Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel tendenziell mieden und nach Möglichkeit auf Auto-Abos, Carsharing oder eigene Fahrzeuge setzten. Die Entspannung der Lage während des Sommers sowie die Möglichkeit, bei gutem Wetter das Fahrrad zu nutzen, bremsten diesen Trend zwar etwas aus. Bei erneut steigenden Infektionsraten während des nassen Herbstes und kalten Winters scheinen aber weder Fahrrad noch Bus und Bahn eine besonders attraktive Reiseoption darzustellen. Die Nachfrage nach den Auto-Abos stieg erneut weltweit. Vor allem kurze Laufzeiten sind gefragt.

 

Die Vorstellung, während einer Pandemie in einem vollen Zug oder Bus zu sitzen, ist wenig verlockend. Doch für Berufstätige bleibt oftmals keine andere Wahl. Schließlich muss bei Berufen ohne Möglichkeit für das Homeoffice der Arbeitsweg täglich bewältigt werden. Für Autobesitzer*innen stellt dies kein Problem dar, doch viele Familien haben gar kein Auto oder teilen sich eines, obwohl beide Elternteile berufstätig sind. Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel erscheint daher oft als die einzige Option.

Fahrradverkäufe und Fahrrad-Abos boomten im Sommer 2020

So ganz stimmt dies aber nicht, denn neue Mobilitätskonzepte bieten längst eine durchaus sinnvolle Alternative. Gerade in den warmen Sommermonaten sind viele Bürger*innen auf das Fahrrad umgestiegen und bescherten der Fahrradindustrie damit rekordverdächtige Absätze. 3.200.000 Fahrräder und E-Bikes wurden hierzulande im ersten Halbjahr 2020 verkauft. 9,2 Prozent mehr als von Januar bis Juni 2019, so der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Und auch das Fahrrad-Abo, wie das holländische Unternehmen Swapfiets es anbietet, boomt. Bereits im Herbst 2020 habe man die eigenen Absatzzahlen des Jahres verdoppelt, so der Anbieter. In einer Umfrage der Firma gaben 42 Prozent der Neukunden an, dass Covid-19 eines der Gründe für den Vertragsabschluss gewesen sei. Es ist eine naheliegende Erwartung, dass sich dieser Trend auch im Sommer 2021 fortsetzen wird. 

Fahrrad, Hauseingang, Fahrrad am Haus, Haustür und Fenster, Vorgarten mit Fahrrad, Drahtesel

Bild: Das Fahrrad ist ein klarer Gewinner in Sachen Mobilität während der Pandemie

Neuwagen werden deutlich weniger gekauft

Während ein Zweirad in den warmen Monaten eine verlockende Alternative darstellt, wird der Fahrspaß bei Regen und Kälte schnell zum Verdruss. Sich in dieser Situation ein neues Auto anzuschaffen, scheint jedoch für die wenigsten Menschen eine Option zu sein. Während des vergangenen Jahres stand der europäische Automarkt fast vollständig still. Nach Angaben des europäischen Herstellerverbands ACEA in Brüssel wurden im April 2020 nur rund 271.000 Neuwagen auf die Straße gebracht – ein Minus von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut ACEA sei dies der stärkste monatliche Rückgang seit Beginn seiner Aufzeichnungen. Hierzulande fielen die Neuzulassungen um ganze 61 Prozent.

Gründe dafür waren einerseits die pandemiebedingt fast eingefrorene Autoproduktion und -handel, andererseits aber auch die große Verunsicherung der Bürger*innen selbst. Eine dermaßen große und langfristige Anschaffung wie ein Neuwagen ist in Zeiten der Krise ein kaum überschaubares Risiko. Insgesamt sank das hiesige Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 9,7 Prozent, so das Statistische Bundesamt. Damit übertrifft der Rückgang bereits jetzt die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009.

Die Stunde der Auto-Abos

Die Stunde der Auto-Abonnements scheint damit gekommen zu sein. Wie die renommierte Unternehmensberatungsfirma McKinsey in einer Umfrage herausfand, ist der Wunsch nach einem eigenen Fahrzeug in Zeiten von COVID-19 um ein Drittel gestiegen, vor allem bei jüngeren Menschen. Auch bevorzugt ein immer größer werdender Anteil den Fahrzeugerwerb über digitale Kanäle wie Online-Shops. Der Gang zum Autohaus wird immer unbeliebter.

Zwischen diesem Wunsch nach privater Mobilität, einer digitalen Abwicklung sowie der Scheu vor langfristigen Investitionen befindet sich eine offenbar perfekte Lösung: das Auto-Abo nach dem like2drive Modell. Die Zahlen bestätigen das. Während der Pandemie blieb die Nachfrage bei Deutschlans größtem Auto-Abo-Anbieter unverändert hoch, im Juli registrierte das Kölner Unternehmen sogar ein Jahreshoch an Neuverträgen. Mobility-as-a-Service, also Mobilität als eine Dienstleistung, sei besonders bei jüngeren Menschen ein zukunftsweisendes Modell, erklärt auch Counterpoint Research.

 Heckscheibe Auto mit like2drive Logo, powered by like2drive

Bild: Bereits vor der Pandemie haben alternative Mobilitätsmodelle wie das Auto-Abo an Fahrt aufgenommen. Dieser Trend hat sich nun beschleunigt.

Weltweiter Erfolg der Auto-Abos

Der Erfolg des neuartigen Mobilitätskonzeptes, welches besonders durch die im Vergleich zum Leasing kurzen Laufzeiten trumpft, beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Weltweit berichten Medien über den Erfolg des Konzeptes. So belegt auch eine Umfrage von Carly, Australiens größten Auto-Abo-Anbieter, dass 31 Prozent der Australier*innen extreme Sorgen um die eigene finanzielle Situation aufgrund von COVID-19 machen. 46 Prozent davon wären einem Auto-Abo deutlich mehr zugeneigt als traditionellem Autokauf oder Autoleasing.

Die Geschichte von Sophia Phillips, einer Bewohnerin Sydneys, macht den Reiz des Auto-Abos anschaulich: Die Einzelhandelsassistentin fand sich von einem Moment auf den anderen ohne ein Fahrzeug wieder, als ihr eigenes Auto durch einen Airbag-Defekt vom Hersteller im März 2020 zurückgerufen wurde. Zeitgleich wurde sie von Kürzungen auf der Arbeit betroffen und ein neues Fahrzeug kam finanziell nun nicht mehr infrage. Und da sie aufgrund der Pandemie die öffentlichen Verkehrsmittel zu meiden suchte, entschied sie sich für ein Auto-Abo. Einer der Gründe: klare Übersicht der Kosten. „Da in der Monatsrate bereits alle Faktoren wie Versicherung oder Reparatur eingeschlossen sind, musste ich mir keine Sorgen um versteckte Kosten machen. So konnte ich mein Budget sehr gut im Voraus planen“, gab Phillips gegenüber dem australischen Magazin thecarousel.com an.

Auch in Indien zeigt sich ein ähnliches Bild. „Wir sehen einen Anstieg der Anfragen von 400 Prozent und gehen davon aus, dass sich der Trend in den kommenden Monaten auf 200 bis 300 Prozent einpendeln wird“, berichtet Greg Moran, CEO und Mitbegründer von ZoomCar Mobility Services, einem Auto-Abo-Vorreiter in Indien. Gerade die kurzen Laufzeiten seien hier gefragt: „Wir bieten diverse Optionen für unsere Auto-Abonnements an, sehen aktuell jedoch eine erhöhte Nachfrage bei Laufzeiten von bis zu sechs Monaten.“

Es ist davon auszugehen, dass das Auto-Abo durch das gesteigerte Interesse während der Krise nachhaltig profitieren wird, da das Mobilitätskonzept aktuell deutlich an Bekanntheit und Akzeptanz in der Bevölkerung zulegt.

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