Newsletter-20Header_1280x1280

Neues für Autofahrer - Das ändert sich 2023

Neues Jahr. Neues Glück.

Auf Autofahrer kommt im neuen Jahr einiges zu, also schnalle dich besser an. Die bereits 2022 deutlich zu erkennende Tendenz zu erhöhten Versicherungsbeiträgen und höheren Kraftstoffpreisen findet voraussichtlich auch 2023 kein Ende. Vielmehr ist mit weiteren Preiserhöhungen und vergleichsweise geringen Förderungen zu rechnen – Rückenwind Fehlanzeige.

Doch es gibt auch Licht am Ende des Tunnels. Mit der THG-Quote hast du die Möglichkeit Geld zu verdienen und auch unnötige Bußgelder lassen sich vermeiden.

Die Neuerungen, die der Jahreswechsel im Schlepptau hat, betreffen jedoch nicht nur die Geldbörse. Dieser Artikel liefert dir die wichtigsten Neuigkeiten:

Diese Änderungen kommen auf dich als Autofahrer zu:

2023 bringt neue Regeln und Gesetze mit sich

Neue TÜV Regeln - HU-Plaketten für dein Auto 2023

Die vom TÜV vergebenen Plaketten werden durch Farben voneinander unterschieden. Diese Art der Unterteilung begründet sich in erster Linie dadurch, dass das Ordnungsamt und die Polizei auf diese Weise schnell erkennen können, wenn sie einen TÜV-Sünder vor der Nase haben. Und so sehen die verschiedenen Plaketten aus:

Plaketten

Prüfungsangst ­­– die TÜV-Plakette auf deinem Fahrzeug-Kennzeichen ist rosa? Das heißt wohl, dass nach § 29 der StVZO in diesem Jahr (2023) die Hauptuntersuchung für dich ansteht. Für eine erfolgreiche Prüfung wirst du anschließend mit einer orangefarbenen Plakette belohnt. Der nächste Besuch beim TÜV-Prüfer ist dann erst wieder im Jahr 2025 fällig.

Neufahrzeuge (E-Autos, Pkw und Wohnmobile von bis zu 3,5 Tonnen) mit blauer Plakette sind dagegen an eine Drei-Jahres-Frist gebunden.

Achtung! Solltest du mit der Hauptuntersuchung (HU) über zwei Monate in Verzug geraten, droht dir ein Bußgeld von 15 Euro. Versäumst du die TÜV-Prüfung weiterhin bis zu acht Monaten, erhöht sich die Buße auf 25 Euro. Nach Ablauf des achten Monats werden satte 60 Euro Bußgeld fällig.


Neuer Führerschein - Diese Änderungen betreffen deinen Führerscheinumtausch

Schlechte Neuigkeiten für Fälscher – Wenn du zwischen 1953 und 1970 geboren bist, besitzt du möglicherweise noch eine rosafarbene oder graue Fahrerlaubnis. Das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Wenn du noch einen solchen veralteten Fahrausweis aus Papier mit dir führst, wirst du dazu angehalten, das Dokument gegen einen fälschungssicheren Scheckkarten-Führerschein umzutauschen.

Solltest du diese Verordnung ignorieren oder aus welchen Gründen auch immer mit dem alten Führerschein kontrolliert werden, blüht dir ein Verwarngeld von 10 Euro. Darüber hinaus bist du dazu verpflichtet den im Nachinein umgetauschten Fahrausweis bei der Polizeistelle vorzulegen. Kommst du dieser Verpflichtung nicht nach, folgt ein weiteres Bußgeld.

25 Euro soll der neue Führerschein kosten, der mehr Sicherheit verspricht und nach Ausstellung für 15 Jahre seine Gültigkeit behält.

Wann betrifft mich der Führerscheinaustausch – Wann muss ich meinen Führerschein umtauschen?

Hier eine kleine Übersicht: 

Geburtsjahr Stichtag für den Führerscheinumtausch
Bis 1952 19. Januar 2033
1953 bis 1958 19. Juli 2022
1959 bis 1964 19. Januar 2023
1965 bis 1970 19. Januar 2024
1971 bis oder später 19. Januar 2025

(Quelle: ADAC e.V. 10.2022)


Neue Masken-Pflicht – Die neuen Verkehrsregeln reichen bis in deinen Verbandskasten

Das „new normal“ hat auch neue Normen für den Auto-Verbandskasten im Gepäck.

Genau genommen ist die „neue“ DIN-Norm 13164:2022 bereits seit dem 1. Februar 2022 gültig. Seit der Einführung der DIN-Norm fährst du allerdings auch auf der sicheren Seite, wenn du dein vorhandenes Verbandszeug durch zwei FFP2- oder OP-Masken ergänzt hast.

So richtig wichtig ist die Bestimmung jedoch erst mit dem 1. Februar 2023. Dann findet die Übergangsfrist ihr Ende und das Mitführen des entsprechenden Verbandskastens ist verpflichtend. Wird bei einer Polizeikontrolle ein unzureichend ausgestatteter Verbandskasten vorgefunden, ist die Folge ein Verwarngeld von 5 Euro. Um ganze 10 Euro wird dein Portemonnaie erleichtert, wenn du als Halter einem anderen Fahrer dein Fahrzeug ohne oder mit einem unvollständigen Auto-Verbandskasten übergibst.


Neues Jahr. Neue Preise - Das kosten Autos 2023

Neue E-Auto Förderung 2023 – Fördergelder für Elektrofahrzeuge sinken

Schluss mit lustig? Aktuell wird die Anschaffung eines Elektroautos vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) mit einer Förderung in der Höhe von maximal 6.000 Euro unterstützt.

Mit Beginn des neuen Jahres und dem neuen Fördergesetz läuft die staatliche Förderung für Plug-in-Hybride (PHEV) aus. Ab dem 1. Januar 2023 hast du beim Kauf eines reinen E-Autos lediglich die Chance durch eine reduzierte Prämie gefördert zu werden. In Zahlen bedeutet das, du bekommst beim Kauf eines Fahrzeugs zum Listenpreis von 40.000 Euro nur 4.500 Euro statt 6.000 Euro von staatlicher Seite, zuzüglich 2.500 Euro vom Hersteller. Liegt der Netto-Listenpreis bei bis zu 65.000 Euro beträgt der Förderzuschuss statt 5.000 Euro nur noch 3.000 Euro und die Zuzahlung des Herstellers liegt bei 1.500 Euro.

Aber das ist nicht alles – Die Förderung nach dem neuen Fördergesetz ist nur noch durch Privatpersonen in Anspruch zu nehmen. 


Die THG-Quote für E-Fahrzeuge – Das sagt das neue Gesetz

Zertifikate verkaufen und Geld verdienen. So geht’s:

Wie gewohnt können E-Auto-Besitzer auch im Jahr 2023 wieder THG-Zertifikate verkaufen. Bis auf den Fahrzeugschein (Offiziell: Zulassungsbescheinigung Teil 1) benötigst du nichts weiter, um dies zu beantragen.

Ein jährlicher Erlös ist dir damit sicher. Auf Grund der stetigen Änderungen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann es jedoch zu Schwankungen bezüglich der Höhe der Auszahlung kommen. Eine Steuer wird dazu nur dann fällig, wenn das Elektrofahrzeug als Betriebsvermögen anzusehen ist. Für Privatpersonen entfällt die Steuer vollständig.


Neue Kraftstoffpreise – Preiserhöhung für CO2 verschoben

Beim Thema Tanken darf noch einmal aufgeatmet werden - Zurzeit liegt der CO2-Preis für Benzin- und Diesel-Fahrzeuge bei 30 Euro pro Tonne. Die nächsthöhere Stufe der CO2-Bepreisung war für den Anfang dieses Jahres, also den 01.01.2023 angesetzt.

Fahrer von Verbrennern werden nun aber doch erst einmal verschont. Wegen der anhaltend erhöhten Energiepreise hat die Bundesregierung reagiert. Die Preiserhöhung auf 35 Euro pro Tonne CO2 wird somit erst mit Beginn des Jahres 2024 in Kraft treten.


Neues zur Kfz-Versicherung – Sind die neuen Einstufungen der Typklassen gut für Autofahrer?

In Sachen Typenklasseneinstufungen für Kfz-Versicherungen werden die Karten 2023 neu gemischt.

Ist das gut? Kommt ganz darauf an. 13.000.000 Autofahrer werden von den Änderungen betroffen sein. Dabei können ca. 8.100.000 mit einer höheren Einstufung rechnen, 4.800.000 werden dagegen bessergestellt und profitieren von der neuen Typenklasseneinstufung.

Neuerungen gibt es in diesem Bereich auch für die Regionalklassen. Von 15.000.000 betroffenen Autofahrern dürfen sich 5.500.000 Fahrer über die neue Statistik freuen. Die Mehrheit dürfte nicht ganz so erfreut sein. 10.100.000 Betroffene in 101 Zulassungsbezirken sind durch die Neueinstufung benachteiligt.

Eine detaillierte Aufführung, wer mehr und wer weniger zahlen muss, findest du hier.

Übrigens: Um Versicherungen brauchst du dir bei einem Auto-Abo keine Gedanken zu machen. Suche hier nach passenden Angeboten!


Neue Vignetten – Das solltest du im Jahr 2023 über die bunten Aufkleber wissen, wenn du eine Reise planst

Neue Vignetten für Österreich

Die neue Jahresvignette Österreich für das Jahr 2023 trägt die Farbe Purpur. Sie ist mit Dezember 2022 bis Januar 2024 gültig und schlägt für Pkw mit 96,40 Euro zu Buche. Die Preiserhöhung beträgt damit 2,60 Euro (2,8%). Die Zwei-Monats-Vignette ist um 0,80 Euro teurer geworden und liegt somit bei 29 Euro. Das „10-Tages-Picken“ mit aktuell 9,90 Euro ist um 0,30 Euro gestiegen. 

Neue Vignetten für die Schweiz

Wenn du als Autofahrer eine Jahresvignette für die Schweiz benötigst, werden dafür voraussichtlich 42 Euro fällig. Gültig ist sie vom 01.12.22 bis zum 31.01.23 (also 14 Monate lang) für Fahrzeuge mit bis zu 3,5 Tonnen.

Übrigens: Ab 2023 wird es als Alternative zur geklebten Vignette auch eine elektronische Variante zum gleichen Preis geben.

Neue Vignetten für Motorradfahrer

Die Jahresmaut für Zweiradfahrer wurde um genau 1 Euro angehoben und beträgt nun 38,20 Euro, während die Bepreisung für die Zwei-Monats-Vignette nun mit 14,50 Euro angesetzt wurde (0,40 Euro Erhöhung). Das sogenannte Pickerl kostet nach der Neuerung um 0,20 Euro jetzt 5,80 Euro.

Übrigens: Besonders günstig fährst du mit dem Abo von like2drive. Hier gehts zu den Angeboten!

Frohes neues Jahr und gute Fahrt!