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E-Scooter-Statistik 2020: Die meisten Unfälle waren selbstverschuldet

Wie gefährlich sind E-Scooter im Straßenverkehr? Bisher gab es dazu nur wenige verlässliche Zahlen. Das lag daran, dass die kleinen Roller in Deutschland erst im Juni 2019 eine Zulassung bekommen haben. Nun hat das Statistische Bundesamt erstmals eine Jahresstatistik für Unfälle mit E-Scootern veröffentlicht. Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich: die meisten Vorfälle sind von den Nutzer*innen der Scooter selbst verschuldet. In vielen Fällen war Alkohol im Spiel. Insgesamt spielen die E-Scooter jedoch nur eine geringe Rolle bei Gesamtunfällen.   

Tote und Verletzte

2020 sind bei 2.155 Unfällen mit den elektrischen Gefährten Menschen verletzt oder getötet worden. Das geht aus den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Dabei wurden 1.907 Menschen leicht verletzt, 386 davon schwer. Fünf Unfälle hatten einen tödlichen Ausgang. Dabei gehen drei von vier Unfällen (rund 72 %) auf das Konto der Roller-fahrer*innen selbst. 80 % der Verunglückten waren mit dem Gefährt unterwegs. Bei dem Rest handelt es sich um am Unfall beteiligte Fußgänger oder Radfahrer. In den meisten Fällen verloren die Fahrer*innen die Kontrolle über den Roller ohne ein Fremdverschulden.

Dabei sei der Konsum von Alkohol laut Polizeiangaben die häufigste Ursache gewesen. Mit 18,3 % liegt die Zahl für 2020 deutlich höher als beispielsweise bei den Radfahrer*innen (rund 7 %). Auch hätten eine falsche Nutzung der Fahrbahn oder der Gehwege sowie eine zu hohe Geschwindigkeit oftmals eine Rolle gespielt.

Leider gab es auch fünf Tote zu beklagen. Drei von ihnen sind dabei ohne die Beteiligung Dritter ums Leben gekommen.

 E-Scooter, Electroroller, Lenker

Drei von vier Unfällen auf einem E-Scooter waren selbstverschuldet.

Meist junge Menschen verantwortlich

Bei den Unfällen standen in den meisten Fällen junge Menschen auf dem E-Scooter. 76 % waren unter 45 Jahren, rund 34 % sogar unter 25. Lediglich sieben Prozent waren älter als 65 Jahre. Fast die Hälfte (918 von 2155) der Unfälle geschah ohne sogenannte Unfallgegner, also ohne die Beteiligung Dritter. Ein Drittel verletzte sich bei einem Zusammenprall mit einem Auto. 

Im gesamten Unfallgeschehen wenig relevant

Obwohl die elektrischen Roller gerne als Verkehrsrowdys beschimpft werden, spielen ihre Unfallzahlen insgesamt eine eher geringe Rolle. So wurden im Vorjahr insgesamt 264.000 Unfälle mit Personenschaden verzeichnet. E-Scooter machen dabei lediglich 0,8 % aus. Die Zahlen sind jedoch relativ, da die Nutzung der Roller 2020 aufgrund von Corona teilweise stark eingeschränkt war.

Es bleibt festzuhalten, dass E-Scooter trotz ihrer 20 km/h Höchstgeschwindigkeit keine Spielzeuge, sondern vollwertige Teilnehmer am Straßenverkehr sind, für die klarer Regeln gelten. Eine leichtsinnige Fahrweise oder gar das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss können tragisch enden und gefährden sowohl die Fahrer*innen als auch andere Verkehrsteilnehmer*innen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft setzt sich aktuell für die Einführung einer Helmpflicht ein. Die sogenannte "Plattform Shared Mobility", ein Zusammenschluss mehrerer E-Scooter-Verleiher, setzt sich dagegen für ein allgemeines Tempo 30 für Autos in den Innenstädten sowie "eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur zum Schutz der NutzerInnen von Mikromobilität", so Verbandssprecher Christoph Egels.

Wir werden euch bei dieser Entwicklung auf dem Laufenden halten.

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