< zurück zur Übersicht

Kuriose Bußgelder im Straßenverkehr

Strafe für das Bedienen der Scheibenwischer? Dass man bei Rot hält, vor einem Zebrastreifen bremst oder die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhält, dürfte allen Autofahrer*innen bekannt sein. Bei Verstößen drohen teilweise saftige Geldbußen. Es gibt jedoch immer wieder mal Strafen für weniger bekannte und eher kuriose Vergehen, die einen wahlweise lachen oder weinen lassen. Wir haben für euch einige dieser Kuriositäten zusammengefasst.

Lesedauer: 2:30 Minuten 

Scheibenwischer bedienen

Dass man am Steuer nicht auf dem Handy oder anderen elektronischen Geräten tippen darf, ist bekannt. Bei modernen Autos lassen sich jedoch immer mehr Grundfunktionen über Touchscreens bedienen. So auch die Scheibenwischer oder Scheinwerfer. Und das kann problematisch werden. Denn den eingebauten Touchscreen dürfen Fahrer*innen nur in geeigneten Momenten bedienen, und zwar wenn dies mit einem kurzen, den Straßen- und Wetterverhältnissen angepassten Blick zusammengeht. In allen anderen Fällen droht ein Bußgeld ähnlich wie bei dem Smartphone-Gebrauch.

Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe hervor. Im konkreten Fall kam ein Autofahrer während des Tippens auf seinem Autodisplay auf gerader Strecke von der Straße ab. Er hatte versucht, die Intervalle seiner Scheibenwischerfunktion zu verändern und musste dafür ein Untermenü des in der Mittelkonsole eingebauten Touchscreens aufrufen.

Da solch ein Touchscreen viele Funktionen hat, sei nicht entscheidend, ob der Scheibenwischer gesteuert werden sollte oder etwas anderes, entschied das OLG. Solche Geräte dürften ausschließlich unter den Voraussetzungen der Straßenverkehrsordnung – beispielsweise über Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion – genutzt werden oder aber nur verbunden mit einem kurzen, den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepassten Blick. 

Ziellos durch die Stadt fahren

Mit dem Benz um den Block ziehen? Leider strafbar. Im "Bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog" (BT-KAT-OWI), in dem Straßenverkehrsordnungswidrigkeiten festgelegt sind, wird "unnützes Hin- und Herfahren mit dem Fahrzeug innerhalb einer geschlossenen Ortschaft" mit einer Strafe von 10 Euro aufgeführt. Die gleiche Summe wird für unnötige Lärmverursachung bei der Benutzung des Fahrzeugs fällig. Wer also ziellos durch die Innenstadt cruised und dabei auch mal den Motor an der Ampel aufheulen lässt, macht sich gleich doppelt strafbar. 

Parkplatz voll mit Autos

Bild: So frustrierend die Parkplatzsuche auch sein kann - kreatives Parken geht ebenfalls ins Geld. Platzverschwendung auch.

Parkplatzsuche

Großstadtbewohner*innen können von ihrer schwierigen Parkplatzsituation ein Lied singen. Dies hat einige offenbar zu echten Verzweiflungstaten getrieben - dem Parken im Kreisverkehr zum Beispiel. Entsprechend wurde dies verboten und kostet bei Zuwiderhandlung 15 Euro. Bleibt der Wagen dort länger als eine Stunde stehen und behindert dabei andere werden 25 Euro fällig.

Auch Kollegenschweine machen sich strfbar. Grundsätzlich werden 10 Euro fällig für alle, die beim Parken nicht platzsparend vorgehen. Auch von dieser Regel haben viele Autofahrer*innen offenbar noch nie gehört. 

Wenden im Tunnel

In Tunneln gilt besondere Vorsicht. Und das hat auch allen Grund, schließlich sind Unfälle dort oftmals besonders schwerwiegend. Wer also mitten in einem Tunnel merkt, dass er sich verfahren hat, sollte unbedingt geduldig bleiben und erst wieder im Freien wenden. Denn das Wenden im Tunnel ist verboten und kostet 60 Euro. Hinzu kommen 30 Euro, wenn man dabei einen Unfall verschuldet. 

Hunde spazieren fahren 

Zu faul zum Gassi gehen? Dann schaffe dir besser keinen Hund an. Einige Herrchen und Frauchen haben offenbar versucht, ihren Vierbeiner an der Leine auszuführen, während sie selbst im Auto saßen. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) ist in diesem Fall ziemlich eindeutig: "Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen". Jedoch fällt die Strafe mit fünf Euro eher symbolisch aus. Für Fahrräder gilt dieses Verbot übrigens nicht. 

Cross-Motorrad, Motocross auf Hinterrad im Sonnenuntergang

Bild: Motoradtricks gehören nicht in den Straßenverkehr.

Motorradtricks

Es gibt immer wieder Kandidat*innen, die gerne mit ihren Fahrkünsten beeindrucken wollen. Wer auf seinem Motorrad auf öffentlichen Straßen Stuntman spielt und das Zweirad als Einrad nutzt, kann unter Umständen mit 50 Euro Bußgeld verwarnt werden.  

Herumstehen

Eine wahrlich kuriose Verkehrsregel, die nicht näher definiert wird, belegt das Stehen auf der Ladefläche eines Fahrzeuges ohne triftigen Grund mit fünf Euro Strafe. Die gleiche Summe wird für die Fahrzeugeigentümer*innen fällig, die es zulassen, dass Personen ohne Erlaubnis auf der Ladefläche ihres Fahrzeuges stehen. Wie genau eine solche Situation aussehen soll, überlassen wir gerne eurer Fantasie.

< zurück zur Übersicht
Datenschutz
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige sind notwendig, andere helfen uns im Bereich Marketing, Analyse und der Verbesserung deines Erlebnisses bei uns.
Notwendige Cookies
Diese Cookies sind notwendig um unsere Website nutzen zu können. Details
Anbieter: like2drive GmbH (Datenschutzbestimmungen)
Funktionale Cookies
Diese Cookies stellen zusätzliche Funktionen wie den Merkzettel oder die Auswahl der Währung für Sie zur Verfügung. Details
Anbieter: like2drive GmbH (Datenschutzbestimmungen)
Nutzungsanalyse
Diese Cookies / Dienste werden verwendet, um die Nutzung der Seite zu analysieren.
Google Analytics
Mit Google Analytics analysieren wir, wie Sie mit unserer Website interagieren, umso herauszufinden, was gut ankommt und was nicht. Details
Anbieter: Google LLC (USA) oder Google Ireland Limited (Irland, EU) (Datenschutzbestimmungen)
Hotjar
Hotjar misst dein Verhalten auf unserer Website und zeichnet dazu Mauszeigerbewegungen und Klicks auf. Mit diesem Feedback können wir deine Erfahrung bei uns optimieren. Details
Anbieter: Hotjar Ltd. (Malta, EU) (Datenschutzbestimmungen)
Marketing
Diese Cookies / Dienste werden verwendet, um personalisierte Werbung auszuspielen.
Hubspot
Hubspot erhebt Nutzerdaten zur internen Verwendung und Produktverbesserung Details
Anbieter: Hubspot (Datenschutzbestimmungen)
Facebook Pixel
Der Facebook Pixel ist ein Analysetool, mit dem wir die Effektivität unserer Werbung auf Facebook messen. Damit lassen sich Handlungen analysieren, die Sie auf unserer Website ausführen. Details
Anbieter: Facebook Inc. (USA) (Datenschutzbestimmungen)
Google Tag Manager
Mit dem Google Tag Manager analysieren wir, wie Sie mit unserer Website interagieren, umso herauszufinden, was gut ankommt und was nicht. Details
Anbieter: Google LLC (USA) oder Google Ireland Limited (Irland, EU) (Datenschutzbestimmungen)