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Smart Repair: Was kann es und was nicht?

Lesedauer: 4 Minuten

Die moderne Autowerkstatt macht heute vieles möglich. Nicht nur die Autos werden immer moderner und smarter – auch die Techniken der Reparatur machen riesige Fortschritte. So ermöglichen diverse Smart Repair Anwendungen eine günstige Ausbesserung kleinerer Mängel. Jedoch muss man auch hier auf dem Boden der Tatsachen bleiben – eine Wunderwaffe gegen Kratzer und Beulen ist dies nicht. Bei schwerwiegenden Mängeln muss auch Smart Repair passen. Wir erklären euch, was wirklich machbar ist und was eher in das Reich des Wunschdenkens gehört.  

Als Autofahrer*in kann man über kleinere Schrammen und Beulen ab und an hinwegsehen. Wenn es jedoch darum geht, ein Auto zu verkaufen oder ein Fahrzeug am Ende der Vertragslaufzeit von Auto-Abo, Leasing & Co. zurückzugeben, möchte man kleine Schäden möglichst im Vorfeld beseitigen, um teure Reparaturen zu vermeiden.

Hier ruhen die Hoffnungen oft auf dem sogenannten Smart Repair. SMART steht dabei für Small Middle Area Repair Technologies, also Reparaturen für kleine und mittlere Flächen. Anstatt große Flächen neu zu lackieren oder ganze Teile auszutauschen, versucht man hierbei mit kleineren Eingriffen die betroffenen Stellen auszubessern. Natürlich ist eine solche Reparatur auch deutlich günstiger, da kein neues Ersatzteil benötigt wird und die Arbeitszeit nur wenige Stunden beträgt. Immer möglich ist sie aber nicht. 

Wann ist Smart Repair möglich und wann nicht?

In der Regel lassen sich folgende Teile eines Autos zu den gängigen Kandidaten für Smart Repairs zählen:

Kunststoffe: Geringfügige Risse in Kunststoffteilen

Bleche: Beispielsweise kleinere Kratzer im Lack oder ebenfalls kleinere Dellen in der Karosserie

Polster: Hierzu zählen kleine Löcher im Polster oder den Stoffteilen

Glas: Kleinere Steinschläge, meistens an der Windschutzscheibe

Armaturenbrett: Kleinere Schäden, beispielsweise durch angebrachte Handyhalterungen

 

Dem gegenüber gibt es natürlich Autoteile, bei denen Smart Repair nur selten oder gar nicht angewendet werden kann:

Motorhaube: Hier fallen kleine Ausbesserungen meistens schnell ins Auge, da der Unterschied zu den angrenzenden Stellen sichtbar bleibt.

Autodach: Auch hier fallen punktuelle Eingriffe leider recht schnell auf. Es empfiehlt sich eher die klassische Lackierung.

Autofelgen: Gerade bei tiefen Kratzern ist Smart Repair selten erfolgreich und daher wenig sinnvoll.

Mehrere Lacksorten und Farbtöne: Sind die Farbtöne gemischt, bleibt nach einer punktuellen Ausbesserung oftmals ein dunkler Rand, der auffällt. 

Ebenfalls gut zu wissen: Manche Autoteile verlieren nach der Ausbesserung ihre Herstellergarantie. Somit ist stets abzuwägen, ob man an dieser Stelle sparen möchte.

 

Wie funktioniert Smart Repair?

Kleinere Lackschäden

Technik: Spot-Lackierung. Kleine Lackierpistolen oder spezielle Spraydosen. Kratzer und Unebenheiten werden im ersten Schritt gespachtelt, grundiert und danach mit der pigmentierten Farbe dünn bestrichen. Am Ende wird mit Klarlack versiegelt.

Limits: Auf kleinere Flächen außerhalb des direkten Sichtbereichs limitiert. Die einzelnen Lackschäden dürfen maximal 3,5 Zentimeter Länge oder Durchmesser haben.

Preis: Die einfache Beseitigung eines Lackschadens mit einem Durchmesser von 25 Millimetern kann laut dem ADAC zwischen 40 und 80 Euro kosten.

Verkratzte Kunststoffstoßfänger

Technik: Spezielles Metallnetz zur Überbrückung der Risse wird eingeschmolzen. Verschließung mit thermoplastischer Platte und Ausbesserung mit Spachtelmasse.

Limits: Längere Risse machen die Struktur des Bauteils instabil. Kunststoffe wie Polypropylen lassen sich nur schwer kleben oder schweißen. 

Preis: Ab 50 Euro für die Beseitigung von Rissen, jedoch müssen die Teile oft aufwendig ab und wieder anmontiert werden.

Kleine Dellen im Blech

Technik: Die Dellen werden vorsichtig ausgedrückt. Der Fachmensch arbeitet sich spiralförmig vom Außenrand zum Zentrum der Delle vor. Darüber hinaus kann von oben mit Kunststoffstäben auf die Oberfläche eingewirkt werden.

Limits: Der Lack darf bei der Delle nicht beschädigt sein. Die Größe der Dellen ist hierbei zweitrangig. Das Beheben von sehr spitzen Dellen (etwa Körnerschlag) gestaltet sich als schwierig und ist oftmals schlicht unmöglich.

Preis: Die einfache Beseitigung einer Delle mit einem Durchmesser von 25 Millimetern und einer Tiefe von etwa 3 Millimetern kann laut dem ADAC zwischen 30 und 100 Euro kosten. Zusätzliche Kosten für Extraschritte sind üblich.

Armaturenbrett

Technik: Löcher werden in der Regel mit thermoplastischen Kunststoffen verfüllt und danach mit spezieller  Spachtelmasse geglättet. Für die Wiederherstellung der Oberflächenstruktur gibt es Matrizenverfahren  oder spezielle Struktursprays. 

Limits: Solange die beschädigte Stelle keine strukturellen Schwächen aufweist, lässt sich Smart Repair in vielen Fällen anwenden.

Preis: Die Beseitigung von Schäden bis zu einer Größe von 30 Millimetern kostet laut dem ADAC etwa 30 bis 50 Euro.

Textilien/Leder 

Technik: Das Verfahren zur Ausbesserung von Leder ist recht kompliziert. Betroffene Stellen werden mit Flicken verstärkt. Eine zuvor anfertigte Matrize (Negativform) überträgt die Oberflächenstruktur in die noch nicht ausgehärtete Kunststoffspachtelmasse. Oftmals wird dann das komplette Bauteil ganzflächig mit der Lederfarbe versehen.

Limits: Brandlöcher in Textilien oder Oberflächenschäden im Leder können in der Regel mit Smart Repair gelöst werden.

Preis: Laut dem ADAC kosten Ausbesserungen für Textilien pro Schadstelle etwa 10 bis 30 Euro. Bei Leder sind Arbeits- und Materialaufwand viel größer, die Kosten können im dreistelligen Bereich liegen.

Steinschlagschäden

Technik: Die betroffene Stelle wird gereinigt und mit einer Vakuumpumpe Luft aus der Einschlagstelle entfernt. Im nächsten Schritt wird Harzkleber eingepresst und mit UV-Licht getrocknet. Der überschüssige Klebstoff wird entfernt und der Reparaturbereich gereinigt und poliert.

Limits: Der Schaden muss außerhalb des Fahrersichtfelds sein, wenigstens 10 Zentimeter vom Rand entfernt, nur an der Scheibenaußenseite ohne Beschädigung von Zwischenfolie und Innenscheibe, nicht größer als etwa 5 Millimeter, kein Schmutz oder Wasser ist in die Scheibe eingedrungen, keine strahlenförmigen Risse mit einer Länge von mehr als 3 Zentimetern. 

Preis: Ca. 50 Euro für einen einfachen Steinschlagschaden. 


Der Unterschied zwischen Gebrauchsspuren und Schäden bei like2drive
 

Bei der Rückgabe eines like2drive Auto-Abos, kommt es immer wieder zu Situationen, bei denen wir zwischen normalen Gebrauchsspuren und Schäden am Fahrzeug unterscheiden müssen. Dabei gehen wir möglichst transparent vor und machen folgende Unterscheidung:

Gebrauchsspuren sind Spuren, die den Wert eines Autos nicht beeinflussen, für Alter und Kilometerleistung des Autos angemessen und in der Regel durch eine normale Reinigung und Aufbereitung zu beheben sind, z. B. kleine Steinschläge, oberflächliche Kratzer ohne Lackabrieb, wie er manchmal von Waschanlagen verursacht wird.

Schäden sind Spuren, die den Wert eines Autos negativ beeinflussen und nur durch aufwendige Aufbereitungs- und Reparaturtechniken oder Austausch zu beheben sind, z. B. Schrammen, tiefe Kratzer, Lackabrieb, Löcher, Risse, Brüche, Rauchgeruch oder fehlende Teile und Ausstattung.

Wer vor der Rückgabe sichergehen möchte, kann im Vorfeld sein Auto kostenfrei in einer der like2drive Partnerwerkstätten in Wohnortnähe auf mögliche Beschädigungen begutachten lassen und eventuelle Beschädigungen auf Wunsch direkt günstig beheben.

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