< zurück zur Übersicht

Erfahrungsbericht: Urlaub mit dem E-Auto

Wie jede neue Technologie hat auch das E-Auto mit zahlreichen Vorurteilen zu kämpfen. Neben der Umwelt-Effizienz dürfte die Angst vor zu geringer Reichweite für die größten Bedenken sorgen. Warum sie vor allem im Alltag völlig unbegründet ist, haben wir bereits in einem früheren bloG-Beitrag ausführlich erläutert. Doch wie sieht es in Deutschland aktuell in der Praxis aus, wenn man per Stromer in den Urlaub fährt? Unser Team-Mitglied Jannik hat mit seiner Familie den Selbsttest gemacht. Wie er das Reisen mit dem E-Auto auf der 570 Kilometer langen Strecke erlebt hat, verraten wir euch hier.

Taugt das E-Auto nun für den Urlaub oder nicht? Diese Frage haben sich auch Jannik und seine schwangere Frau gestellt. Mit dem E-Auto Hyundai Kona Elektro (64 kWh)  sollte es mit Vierbeiner auf die 570 Kilometer lange Reise von Köln nach Passau gehen. So weit waren sie mit ihrem Hyundai Kona Elektro (64 kWh) noch nie gefahren. Doch da die Welt den Mutigen gehört, entschieden sie sich, es kurzerhand darauf ankommen zu lassen. „Wir haben uns einfach darauf eingestellt, dass es gegebenenfalls deutlich länger dauern könnte.“, so die junge Familie.

Planen per App

Ja, eine längere Strecke sollte man sich mit einem elektrischen Fahrzeug im Vorfeld genauer anschauen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Mit der kostenlosen App „A Better Routeplanner“ sei dies jedoch kein Problem gewesen. „Anhand des Autotyps wurden direkt die passenden Ladestationen auf der Route mit eingeplant, was richtig praktisch ist.“, erläutert Jannik. „Zu Hause wurde der Wagen per Wallbox auf 100 Prozent geladen und dann ging es auch schon los.“

Der erste Halt kommt nach rund 300 Kilometern in Würzburg. Direkt hinter der Autobahnausfahrt verfügt ein Schnellrestaurant praktischerweise auch über eine Schnellladesäule, die zum Glück bei Ankunft auch frei ist. „Das Freischalten der Ladestation ging mit der App ganz unkompliziert“, so Jannik. „Während der Wartezeit bestellten wir unser Essen und spazierten mit dem Hund ein wenig über die Grünflächen. Nach rund 25 Minuten war das Auto wieder bei 85-prozentiger Akkuladung und wir setzten unsere Reise fort.“ Etwas über 100 Kilometer weiter nutzte man einen Park in der Nähe einer Tankstelle, um Gassi zu gehen und dabei eine weitere Zwischenladung durchzuführen.

Nach weiteren 230 Kilometern ist das Hotel in Passau erreicht. Eine Lademöglichkeit vor Ort gibt es hier nicht. „Das wussten wir aber schon im Voraus, als wir das Hotel gebucht haben. Das war von uns entsprechend eingeplant. Wir haben einfach einen Ausflug vor Ort neben einer Ladestation geplant. In der Zeit wurde vollgeladen.“

Sonntagsherausforderung

Sonntags geht es dann mit knapp 90 Prozent Strom im Akku wieder zurück. Die Route wurde wieder per App geplant und individuell angepasst. „Den ersten Ladestopp haben wir manuell in die Nähe eines Waldes verlegt, um mit dem Hund spazieren gehen zu können.“ Hier gibt es die erste negative Überraschung. Am Rande des Waldstücks befand sich auf dem Gelände eines Autohauses eine Ladesäule – laut App 24/7 zugänglich. Doch vor Ort versperrt ein geschlossenes Tor den Weg. Die Alternative beim Supermarkt um die Ecke fällt leider ebenfalls flach, da am Sonntag auch die Ladestation der Einkaufsstätte nicht genutzt werden kann. Die Rettung liegt jedoch nur sechs Kilometer entfernt. Praktischerweise befindet sich neben der Schnellladesäule auch ein Park, worüber sich der Vierbeiner wieder besonders freut.

Der zweite Halt wird in Kleinostheim gemacht. Wieder ist es ein Schnelllader – passenderweise wieder beim Schnellrestaurant. Das Laden wird erneut während der Essenszeit durchgeführt, jedoch gibt es ein Problem mit der Freischaltung per App. Der Ladevorgang muss über den Notaus-Knopf beendet werden, da weder App noch Säule oder das Auto das Kabel freigeben. Am Ende ist der E-Wagen jedoch geladen und kommt ohne weitere Zwischenfälle wieder in Köln an.

Hund vor ladendem Elektroauto, Hyundai

Urlaub mit dem Stromer: Das Fazit

„Am Ende war der Trip gar nicht so kompliziert, wie man es erwartet hätte oder immer wieder zu lesen bekommt.“, zeigt sich der künftige Familienvater zufrieden. „Die 20 Minuten am Schnellader gehen schneller vorbei als man denkt. Teilweise mussten wir uns fast schon beim Essen beeilen, um keine Zeit zu verlieren.“

Eine Fahrt am Sonntag sollte man jedoch entweder vermeiden oder besser planen. Da sieht unser Tester Jannik noch Nachholbedarf bei der Ladeinfrastruktur. Positiv war dagegen die Freischaltung mit der App Einfach Laden von der Firma Maingau, die immer gut funktionierte.“

„Ich habe gemerkt, dass man mit dem E-Auto anders fährt. Man lädt, wenn man kann und nicht erst, wenn man muss. Da die ersten und letzten 20 Prozent der Akku-Kapazität grundsätzlich am längsten laden, haben wir versucht, nicht in diese Bereiche zu kommen. Außerdem schont ausreichend Puffer auch die Nerven.“ Gefahren wurde mit höchstens 150 km/h mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 15,7 kWh/100 Kilometer.

„Unterwegs sind wir an der Ladestation mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen. Nicht nur Fahrer von E-Autos waren interessiert und die meisten waren davon überrascht, dass man nach 25 Minuten bereits weiterfahren konnte. Sie gingen davon aus, dass man stundenlang auf dem Rastplatz warten musste.“ Dabei seien die Pausen kaum länger als sonst, wenn man mit Tieren oder Kindern unterwegs ist. „Wir waren nicht in der Hauptferienzeit unterwegs, daher gab es auch immer freie Ladeplätze. Hier wünsche ich mir in Zukunft einen weiteren Ausbau der Infrastruktur. Zwei Ladepunkte an einer Stelle reichen zu Stoßzeiten einfach nicht aus. Das ist gerade für Menschen problematisch, die zu Hause keine Lademöglichkeit haben. Unsere Wallbox in der Garage hat sich aufgrund der gesetzlichen Förderung dagegen bereits nach ca. 22.500 geladenen Kilometern rentiert.“

Das Auto-Abo als Türöffner der Elektromobilität

„Dass unser Hyundai Kona Elektro alltagstauglich ist, wussten wir schon vorher. Nach dieser Erfahrung würde ich auch sagen, dass damit ein Urlaubstrip ebenfalls unproblematisch ist. Mein nächstes Auto wird definitiv auch wieder elektrisch! Und dann auch für eine längere Auto-Abo-Laufzeit als die aktuellen sechs Monate. Aber das ist ja das Großartige am like2drive Modell. Man kann neue Sachen erst mal ohne Risiko für sich testen!“

Verwandte Artikel:

< zurück zur Übersicht

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Datenschutz
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige sind notwendig, andere helfen uns im Bereich Marketing, Analyse und der Verbesserung deines Erlebnisses bei uns.
Notwendige Cookies
Diese Cookies sind notwendig um unsere Website nutzen zu können. Details
Anbieter: like2drive GmbH (Datenschutzbestimmungen)
Funktionale Cookies
Diese Cookies stellen zusätzliche Funktionen wie den Merkzettel oder die Auswahl der Währung für Sie zur Verfügung. Details
Anbieter: like2drive GmbH (Datenschutzbestimmungen)
Nutzungsanalyse
Diese Cookies / Dienste werden verwendet, um die Nutzung der Seite zu analysieren.
Google Analytics
Mit Google Analytics analysieren wir, wie Sie mit unserer Website interagieren, umso herauszufinden, was gut ankommt und was nicht. Details
Anbieter: Google LLC (USA) oder Google Ireland Limited (Irland, EU) (Datenschutzbestimmungen)
Hotjar
Hotjar misst dein Verhalten auf unserer Website und zeichnet dazu Mauszeigerbewegungen und Klicks auf. Mit diesem Feedback können wir deine Erfahrung bei uns optimieren. Details
Anbieter: Hotjar Ltd. (Malta, EU) (Datenschutzbestimmungen)
Marketing
Diese Cookies / Dienste werden verwendet, um personalisierte Werbung auszuspielen.
Hubspot
Hubspot erhebt Nutzerdaten zur internen Verwendung und Produktverbesserung Details
Anbieter: Hubspot (Datenschutzbestimmungen)
Facebook Pixel
Der Facebook Pixel ist ein Analysetool, mit dem wir die Effektivität unserer Werbung auf Facebook messen. Damit lassen sich Handlungen analysieren, die Sie auf unserer Website ausführen. Details
Anbieter: Facebook Inc. (USA) (Datenschutzbestimmungen)
Google Tag Manager
Mit dem Google Tag Manager analysieren wir, wie Sie mit unserer Website interagieren, umso herauszufinden, was gut ankommt und was nicht. Details
Anbieter: Google LLC (USA) oder Google Ireland Limited (Irland, EU) (Datenschutzbestimmungen)